Was ist eine Zeitschrift?


Zeitschriften zählen - ebenso wie Zeitungen, Bücher und Kataloge - zur Gruppe der Printmedien. Zwar gibt es keine präzise Definition des Begriffs, dennoch aber lassen Druckwerke dieser Art anhand typischer Wesensmerkmale von anderen Medien unterscheiden. Demnach zeichnen sie sich durch eine regelmäßige, fortgesetzte Erscheinungsweise aus und werden mit kontinuierlicher Stoffdarbietung wenigstens einmal im Jahr herausgegeben (Periodizität). Dabei bleibt die Form des vom Herausgeber gewählten gebundenen oder gehefteten Einbandes immer gleich.

Wichtige Abgrenzungskriterien sind zudem die Publizität und die Disponibilität:

Das Medium muss auf die Öffentlichkeit ausgerichtet und nach Ort und Zeit frei verfügbar sein.

Auf das Merkmal der Aktualität kommt es bei Zeitschriften hingegen nicht an. Anders als klassische Tageszeitungen sind sie nicht zu einem konkreten Gegenwartsbezug verpflichtet und können sich durchaus mit Themen befassen, die die Gesellschaft schon vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten beschäftigt haben. Inhaltliche Vielfalt (Universität) muss ebenfalls nicht gegeben sein.


Zeitschriften können im Hinblick auf die publizistische Tätigkeit und die jeweilige Vertriebsart unterschieden werden.

Wird der Fokus auf die Vertriebsart gelegt, ist zwischen Abonnements, Kauf- und Lesezirkelzeitschriften, Supplements und Mitglieder-  oder Kundenzeitschriften zu differenzieren. In Bezug auf die publizistische Tätigkeit lassen sich vor allem an das breite Massenpublikum gerichtete Publikumszeitschriften und an die Fachwelt gerichtete Fachzeitschriften voneinander abgrenzen. Darüber hinaus gibt es an ausgewählte oder alle Kunden eines Unternehmens adressierte Zeitschriften und Verbandszeitschriften.

Als auflagen- und reichweitenstärkste Gattung der Zeitschriften gilt die Publikumszeitschrift.

Sie lässt sich wiederum in vier verschiedene Typen unterteilen: die General-Interest-Zeitschriften, die Special-Interest-Zeitschriften, die Very-Special-Interest-Zeitschriften und die Zielgruppenzeitschriften. Die Grenze zwischen diesen Varianten ist fließend. Während Frauenzeitschriften, Illustrierte, Kinder- und Jugendzeitschriften, Männermagazine, Programmzeitschriften und Wirtschaftsmagazine zur Gruppe der General-Interest-Zeitschriften gehören, die mehrere verschiedene Themen beinhalten und sich eher an die Allgemeinheit richten, zählen Filmzeitschriften, Kulturzeitschriften, Rätselzeitschriften, Reisemagazine und Sportzeitschriften zu den Special-Interest-Zeitschriften. Diese behandeln einen sehr viel kleineren Themenkreis und richten sich an konkrete Zielgruppen. Special-Interest-Zeitschriften sind als Werbeträger deutlich attraktiver als viele andere Printmedien. Dies lässt sich nicht nur auf die Kombination aus Information und Unterhaltung zurückführen, sondern auch auf die höhere Kontaktwahrscheinlichkeit von Anzeigen.

Im Gegensatz zu Publikumszeitschriften konzentrieren sich Fachzeitschriften weniger auf unterhaltende als vielmehr um informative Inhalte. Mit diesen richten sie sich vorwiegend an interessierte Personen, die eine bestimmte Ausbildung vorweisen können oder beruflich in einem entsprechenden Fachbereich tätig sind. Diesen jobbezogenen Kontext gibt es bei Publikumszeitschriften gerade nicht - sie zielen vor allem auf interessierte Privatpersonen ab, die ihr oberflächliches Wissen vertiefen oder einfach nur unterhalten werden möchten.

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