Kündigung eines Zeitschriften-Abonnements


Leser, die keine Verlängerung ihres Abonnements für Zeitschriften wünschen, müssen sich rechtzeitig um die Kündigung kümmern: Geht diese dem Vertragspartner verspätet zu, besteht das Vertragsverhältnis in der Regel für die Dauer des zuvor vereinbarten Bezugszeitraums weiter. Aus diesem Grund sollte zwingend auf die jeweils geltenden Fristen geachtet werden. Diese können sich von Angebot zu Angebot unterscheiden. Während einige Zeitschriften-Abos automatisch enden und keiner Kündigung bedürfen, lassen sich andere Abonnements nach Beendigung des ursprünglich vereinbarten Verpflichtungszeitraums jederzeit kündigen. Es gibt allerdings auch Angebote, die nur unter Einhaltung einer bestimmten Frist zum Bezugszeitraum aufgekündigt werden können. Mit einem Blick in den Vertrag oder in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lassen sich die genauen Eckdaten für das Abonnement ganz einfach ausfindig machen. Achtung: Eine länger als zwei Jahre andauernde Bindung ist gemäß § 309 Nr.9 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) nicht zulässig. Wer die fristgerechte Kündigung versäumt und eine stillschweigende Verlängerung des Vertragsverhältnisses hinnehmen muss, darf für maximal ein weiteres Jahr gebunden sein.

Die Kündigung ist zumeist an den herausgebenden Verlag oder die zuständige Pressevertriebszentrale (OVZ) zu richten

Hierbei handelt es sich um einen unabhängigen Dienstleister, der sich nicht nur um die Lieferung der Zeitschriften kümmert, sondern auch Service- und Verwaltungsaufgaben von ihren Kunden übernimmt. Hat der Verlag die PVZ mit der Abwicklung der Abonnements beauftragt, muss die Kündigung zwingend an sie adressiert werden. Andernfalls entfaltet sie keine Gültigkeit.

In den meisten Fällen bedarf die Kündigung des Zeitschriften-Abos der Schriftform

Das entsprechende Schreiben sollte nicht nur den Vor- und Nachnamen des Abonnenten enthalten, sondern auch dessen vollständige Anschrift, die Kunden- und Vertragsnummer sowie die Angabe des exakten Kündigungszeitpunkts. Wer diesen nicht sicher weiß, kann sich mit einer Formulierung wie "Hiermit möchte ich das Vertragsverhältnis zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen." behelfen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, um eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zu bitten. In einem späteren Rechtsstreit erleichtert dieses die Beweisführung. Das Kündigungsschreiben muss persönlich unterschrieben werden.

Besonders sicher ist der Versand der Kündigung per Post:

Zwar dauert es ein wenig, bis das Schreiben beim Empfänger angekommen ist, dafür aber kann ein Zustellnachweis in Form eines Einschreibens verlangt werden. Einige Anbieter erlauben auch die Kündigung per Fax. Nur in seltenen Fällen können Kunden ihr Zeitschriften-Abonnement per E-Mail kündigen. Für die Rechtzeitigkeit der Kündigung kommt es maßgeblich auf den Eingang des Schreibens beim jeweiligen Vertragspartner an. Anders als oftmals angenommen spielt es keine Rolle, wann die Kündigung verfasst oder verschickt wurde.

Liegen wichtige Gründe vor, kann das Zeitschriften-Abo auch ohne die Einhaltung etwaiger Fristen gekündigt werden

Die Möglichkeit der sogenannten außerordentlichen Kündigung besteht allerdings nur, wenn die Erfüllung des Vertrages bis zum Ablauf der Kündigungsfrist der kündigenden Vertragspartei nicht zuzumuten ist. Davon ist bei einem Umzug innerhalb Deutschlands regelmäßig nicht auszugehen. Ob die Auswanderung oder der Umzug ins Ausland ein Sonderkündigungsrecht begründet, hängt maßgeblich von der Kulanz des jeweiligen Anbieters ab. Sehr entgegenkommend sind die Anbieter in der Regel beim Todesfall des Abonnenten: Hier wird das Vertragsverhältnis zumeist ohne Berücksichtigung der eigentlichen Vertragslaufzeit beendet. In jedem Fall aber muss die außerordentliche Kündigung begründet werden.